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Warum Außen- und Innenaufnahmen?

Außenaufnahmen von Gebäuden sind sehr plakativ und auch in Fachzeitungen als Blickfang oft zu finden. Viele thermische Schwachstellen an Häusern können aus dem Außenbereich jedoch gar nicht erkannt werden. Dächer erscheinen im Infrarotbild u.a. aufgrund der ungünstigen Aufnahmebedingungen bedeutend kälter als sie in Wirklichkeit sind.
Auch das Problem der Schimmelbildung und/oder Taupunktunterschreitungen in Zimmerecken oder Geschossdeckeneinbindungen kann mit Außenaufnahmen nicht erkannt und somit nicht untersucht werden. Undichte Dachbereiche und Bodenluken sind nur von innen zu erkennen. Alle Gebäude mit einer hinterlüfteten Fassade müssen zwangsläufig aus dem Innenbereich untersucht werden. Eine Außenthermografie zeigt hier keinerlei Wärmebrücken.
Der Hausbesitzer wiegt sich nur mit Außenuntersuchungen möglicherweise in Sicherheit, obwohl das Gebäude gravierende bautechnische Mängel aufweist. Werden nur Außenaufnahmen zu scheinbar günstigen Konditionen angeboten, ohne den Hauseigentümer von den Nachteilen der unvollständigen Messung zu informieren, so ist dies unseriös und ein Zeichen von wenig Sachverstand.

Was muss bei einer Wärmebrücken-Analyse am Gebäude beachtet werden?

  • Infrarotmessungen zur Wärmebrückenanalyse sind nur in der kalten Jahreszeit möglich. Das Gebäude ist vor der Messung mindestens 24 Stunden, abhängig von der Bauweise, gleichmäßig zu beheizen. Es sollte eine Temperaturdifferenz von innen zu außen mit mindestens 15 K (Kelvin) über einen Zeitraum von über 12 Stunden vorhanden sein.
  • Der Messzeitpunkt muss so gewählt werden, dass eine mögliche vorhergehende Sonneneinstrahlung keinen Einfluss mehr auf das Messergebnis hat.
  • Achten Sie darauf, dass die Messungen nicht nur mit Außenaufnahmen durchgeführt werden. Viele thermische Schwachstellen werden erst durch Innenaufnahmen nachweisbar. Für eine aussagekräftige Untersuchung sind Messungen aus dem Innenbereich notwendig (s. DIN 13187 und VATh-Richtlinie Bauthermografie). Die Außenthermografie ist meistens nur eine orientierende Messung und kann ggf. zur Bestätigung der Innenuntersuchung herangezogen werden.
  • Solide Messungen erfordern ein fundiertes Fachwissen. Sogenannte „Thermografieaktionen“ (nur Außenthermografie), beispielsweise von Kommunen und Energieversorgungsunternehmen liefern i.d.R. keine fundierten Erkenntnisse über die Gebäudequalität.
  • Vergeben Sie daher Aufträge nur an einen Thermografen, der seine Kompetenz über ein unabhängiges Zertifizierungsunternehmen nachgewiesen hat. Entsprechend den Richtlinien für Personal der zerstörungsfreien Prüfung dürfen Personen die Messung und Auswertung nur ohne Aufsicht durchführen, wenn sie nach DIN 54162/DIN EN 473, Stufe 2 oder Stufe 3 zertifiziert sind.
  • Fragen Sie nach der verwendeten Infrarot-Kameratechnik. Bei den Messungen sollte die Infrarotkamera eine Mindestauflösung von 320x240 Bildpunkten bei einer guten thermischen Auflösung von < 0,1 K (Kelvin) aufweisen. Ein hochleistungsfähiges Infrarotsystem ist nach wie vor sehr teuer. Es garantiert aber auch aussagekräftige Infrarotaufnahmen. Oft sind bei Gebäudemessungen, besonders im Innenbereich, nur geringe Platzverhältnisse vorhanden. Hier sind Infrarot-Weitwinkelobjekte zu empfehlen.
  • Um ein Einfamilienhaus fachgerecht untersuchen zu können, ist ein Zeitaufwand von mindestens 2 Stunden vor Ort erforderlich. Für die Berichterstellung sind weitere 6-8 Stunden im Büro notwendig.
  • Der Bericht muss zu jedem Infrarotbild ein Sichtfoto aufweisen, um die Wärmebilder dem ganzen Gebäude oder Gebäudeteilen einfach zuordnen zu können. Die Infrarotbilder sind möglichst mit der gleiche Temperaturskala wiederzugeben und auch dem Nichtfachmann plausibel zu erklären. Sind Wärmebrücken vorhanden, sollten die möglichen Ursachen erläutert und Gegenmaßnahmen zur Beseitigung der Wärmebrücken vorgeschlagen werden.

Beispielbilder für Wärmebrücken-Analyse

BalkontürBauteil-WärmebrückeBullaugefehlende DachisolierungHaustürRollokastenZimmertür

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